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Verein - 1950 bis 1969

Aktualisiert (Mittwoch, den 30. Mai 2018 um 17:16 Uhr) Geschrieben von: Matthias Dahlem Freitag, den 18. Juni 2010 um 09:24 Uhr

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Verein
1911-1950
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1990 bis heute
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1951
1. Vorsitzender als Repräsentant Prof. Dr. med. Fritz Partsch (leider nur bis zu seiner Pensionierung und Umzug nach Göttingen zwei Jahre später); Abteilungsleiter weiterhin Ernst Lauterjung, Fechtmeister Paul Nadler (1951 – l952).

Die Fechtabteilung feiert ihr 40-jähriges Jubiläum. Ein Zeitraum in dem auch die unruhigen, alle menschlichen Bindungen zerstörenden Jahre zweier Weltkriege lagen.

Bis zur Aufhebung des Fechtverbots (1951) durch die Besatzungsmächte trainierten die Duisburger Fechter in der Schauspielschule Regeny, gaben aber offiziell den Theaterleuten Fechtunterricht.

Die Fechtabteilung richtet ihr erstes Turnier aus: Landesmeisterschaft im Hotel „Duisburger Hof“.

1953
Fechtmeister Cismadia, Ungarn (1953 – l954)

1954
Hans Andriessen Rheinischer Meister im Florett und Degen

Hans Andriessen 2. Platz Deutsche Juniorenmeisterschaft im Florett

1955
Abteilungsleiter Hans Wolff, Fechtmeister Paul Nadler (1955 – 1956)

Das 1. Duisburger Internationale Junioren-Florett-Turnier wird auf Initiative von Dr. Elmar Waterloh, Bonn, und Gustav Andriessen ausgerichtet. Sieger Jean Link, Lux.

1956
Gustav Andriessen erhält Silberplakette des Deutschen Fechter-Bundes

1958
Fechtmeister Lajos Csiré, Ungarn (1958 – 1960)

Gustav Andriessen erhält Ehrenteller des DFB, Walter Koll und Hans Wolff erhalten Bronzeplakette des DFB.

Ute Steinfort 2. Platz Landesmeisterschaft der Junioren, 8. Platz auf dem 4. Intern. Duisburger Juniorenturnier.

1959
Ute Steinfort wird in Bochum Deutsche Jugendmeisterin im Friesenkampf.

1960
Hans Wolff Silberplakette DFB, Georg Schmitz und Werner Marxen Bronzeplakette; Ehrenplakette des DFB an Gerda und Wolfgang Embers, Ann Godau, Ingrid Marxen, Ursula Wolff und Edmund Wutz

Ute Steinfort Landesmeisterin der Junioren im Florett und im Friesenkampf

1961
Abteilungsleiter Gustav Andriessen, 2. Abteilungsleiter Friedrich Steinfort. Fechtmeister: Pierre Nissen, Belgien

Goldplakette DFB an Gustav Andriessen, Silber an Walter Koll, Bronze an Friedr. Steinfort, Ehrenteller DFB an Egon Maibach, Werner Marxen, Georg Schmitz, Bruno und Hans Wolff.

50 Jahre Fechtabteilung werden im Oktober mit einem Turnier „Kampf der Acht“ und einem großen Fest gefeiert.

Umzug in die neue Turnhalle der Freiherr-vom-Stein-Schule, Musfeld-, später Seiten- und jetzt Gottfried-Könzgen-Straße.

Gustav Andriessen ruft eine Abteilungszeitung „Die Waffenkiste“ ins Leben.

Ute Steinfort im Florettfechten 2. bei der Landes- und bei der Deutschen Meisterschaft der Junioren. Im Friesenkampf 3. bei den Deutschen Meisterschaften in Landau.

Die Fechtabteilung vom Duisburger TuS 1848/99 richtet mit dem DFB das Weltkriterium der Juniorenfechter aus. Da aus politischen Gründen (?) vom Innenminister des Landes NRW, Herrn Dufhues, den Fechtern aus der Ostzone das Tragen des Emblems nicht gestattet wurde, reisten aus Solidarität auch die Teams der UdSSR, Polen und Ungarn am Beginn ab, obwohl vorher alle anderen teilnehmenden Nationen auch auf das Tragen ihrer Embleme verzichten wollten.

1962
Abteilungsleiter Werner Marxen, 2. Abteilungsleiter Hans Wolff.

Ute Steinfort in Bremerhaven Deutsche Meisterin im Friesenkampf.

Das 7. Internationale Junioren-Florett-Turnier wird ausgerichtet. Zum zweiten Mal mit einem Vereinsmitglied in der Endrunde: Ute Steinfort 5. Platz.

1963
Ute Steinfort Landesmeisterin im Florett und in Essen Turnfestsiegerin und Deutsche Meisterin im Friesenkampf.

1964
Mit der Mannschaft des RFB gewinnt Ute Steinfort in Leamington Spa/GB den Sapcote Cup, im Einzel wird sie Turniersiegerin und Gewinnerin des Harrison Slade Cups.

Ute Steinfort in Kassel Deutsche Vizemeisterin im Friesenkampf.

1965
Wolfgang Zeh sen. 1. Vorsitzender der Fechtabteilung von jetzt TuS Eintracht Duisburg 1848, Werner Marxen 2. Vorsitzender.

Gustav Andriessen wird zum Ehrenmitglied ernannt. Die Abteilung dankt ihm auf diese Weise für sein jahrzehntelanges Engagement als Fechter, Trainer, Mentor, Organisator und Vorsitzender.

Die Abteilung veranstaltet ein Turnier dessen Erlös der Aktion Sorgenkind zugute kommt.

Wolfgang Zeh sen. hat die Idee, fernab der Dunstglocke einen alten Bauernhof zu pachten und ein Trainings- und Ferienheim für die Duisburger Fechter einzurichten. Nach einer dementsprechenden Suchanzeige in einer Fachzeitschrift hat er aus 32 Angeboten das richtige Haus für uns gefunden.

Im April beginnen die Fechter der Abteilung mit der Sanierung, dem Um- und Ausbau eines angepachteten Bauernhofs mit Scheune und großer Wiese in Hassum bei Goch. Am 1. Mai wird unter einer Blutbuche in feierlichem Akt mit einer Urkunde in einem Glasbehälter der „Grundstein“ gelegt.

Seitens des Hauptvereins gibt es keine Unterstützung oder Hilfe bei dem Vorhaben. Kommentar des damaligen Vorsitzenden Geilenberg nach der Besichtigung von Hassum: „Bulldozzer kommen lassen, abreißen und neu bauen!“ Der Hauptverein gab daher auch nicht seine Unterschrift unter Zuschussanträge, die man als Abteilung über den Vorstand einreichen musste.

Wolfgang Zeh jun. 2. Platz Intern. Balaton-Turnier in Siófok/Ungarn Ute Steinfort wird Landesmeisterin und in Mülheim Deutsche Meisterin im Friesenkampf.

Das 10. Internationale Junioren-Florett-Turnier wird ausgerichtet.

Am 9. Dezember 1965 treten alle Mitglieder aus der Fechtabteilung aus und gründen den

Duisburger Fecht-Klub 1965 eV.


1. Vorsitzender Wolfgang Zeh sen., 2. Vorsitzender Werner Marxen

Auszug aus der Präambel der Satzung: „Der Duisburger Fecht-Klub eV setzt die aus der Fechtabteilung des alten Duisburger Turnvereins von 1848 eV übernommenen Zwecke und Ziele fort, unter Beibehaltung aller Symbole der Fechtabteilung. Es ist überliefert, dass bei Gründung des Duisburger Turnvereins im Jahre 1848 das Fechten im Rahmen des allgemeinen Turnbetriebs geübt wurde. Durch die Entwicklung des Fechtsports bedingt, war die Bildung einer selbständigen Abteilung erforderlich geworden. Diese wurde am 17.11.1911 durch Rektor Emil Hennig gegründet.“

Für den Verein Eintracht Duisburg war der Austritt aller Mitglieder aus der Fechtabteilung eine bittere Wahrheit. Es wurden erfolgreich alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die verwaiste Fechtabteilung wieder zu beleben. Wäre dieser Einsatz und diese Unterstützung der alten Fechtabteilung zugute gekommen, dann wären die Mitglieder nicht ausgetreten.

1966
Gustav Andriessen wird 70 Jahre alt und erhält den von Wolfgang Zeh sen. gestifteten Ehrenring auf Lebenszeit.

Wolfgang Zeh jun. gewinnt Intern. Degenturnier in Eupen/Belgien und erhält aus der Hand von Königin Fabiola den Pokal.

Ute Steinfort 2. auf der Landesmeisterschaft im Florettfechten.

Ute Steinfort in Minden Deutsche Meisterin im Friesenkampf.

Die Mannschaft der Juniorinnen (Gabi Marxen, Marlene Weiß, Ruth Wendel und Monika Zeh) wird 3. der Landesmeisterschaft und die Mannschaft der Seniorinnen (Gabi Marxen, Helga Schuster, Ute Steinfort, Monika Zeh) wird ebenfalls 3.

1967
Ute Steinfort in Saarbrücken auf Intern. Qualifikationsturnier 3. Platz und auf dem Ranglistenplatz 8 im DFB.

Monika Zeh Landesmeisterin der Juniorinnen.

Ute Steinfort gewinnt das Messepokalturnier in Hannover und das Wanderpreisturnier in Neuwied beide Male vor Monika Zeh.

Peter Kuhn gewinnt im Dreikampf (Variante des Modernen Fünfkampfs für Jugendliche ohne Reiten und Fechten) auf der Deutschen Meisterschaft Bronze.

Ute Steinfort zum 5. Mal Deutsche Meisterin im Friesenkampf in Schweinfurt.

Monika Zeh wird Landesmeisterin der Junioren und gewinnt Bronze auf der Deutschen Juniorenmeisterschaft in Fürth.

1968
Bronzeplakette DFB an Wolfgang Zeh sen., Ehrennadel in Bronze vom Rheinischen Fechterbund an Hans Wolff.

Ute Steinfort im März in Turin auf dem Intern. Qualifikationsturnier 7. Platz gemeinsam mit Heidi Schmid und klettert in der Rangliste auf Platz 4, das bedeutete Olympiakader für Mexico! (Ein im April operativ mit Komplikationen entfernter Nierenstein brachte sie nicht mehr rechtzeitig in Form und warf sie aus dem Kader.)

Juniorinnen (Martina Bais, Gabi Marxen, Monika Pelosi, Monika Zeh) 2. Platz Landesmeister der Mannschaften.

Deutsches Turnfest in Berlin Ute Steinfort im Friesenkampf auf dem 3. Platz.

U. Steinfort gewinnt Intern. Turnier in Remich/Lux. und erhält Berufung in die B-Nationalmannschaft gegen Frankreich und gewinnt das entscheidende Gefecht.

Monika Zeh wird Landesmeisterin der Juniorinnen und 2. auf dem Intern. Qualif.-Turnier in Duisburg und gewinnt mit Junioren-Nationalmannschaft Länderkampf-Turnier gegen Frankreich, Belgien und England.

1969
Damenflorettmannschaft (Martina Bais, Erika Gestmann, Gabriele Marxen, Ute Steinfort, Monika Zeh) wird Landesmeister.

Monika Zeh gewinnt mit Friedrich Wessel Er+Sie-Turnier in Calais/F.

DFK gewinnt den Vereinspokal „Challenge Pierre Nissen“.

Peter Kuhn Rheinischer und Deutscher Meister im Friesenkampf der Junioren.

Monika Zeh 3. Platz Intern. Junioren-Qu-Turnier in Duisburg.